VEREINSGESCHICHTE

 

Im Jahre 1859 bat der Schulkandidat Köhler als Mitglied einer Gruppe sangesfreudiger Männer das Landgräflich-Hessische Verwaltungsamt um die Erlaubnis, in Köppern einen Singverein unter dem Namen "Frohsinn" gründen zu dürfen. Diese Initiative führte 1861 schließlich zur Gründung unseres Singvereins, zunächst allerdings unter dem Namen "Singverein Germania". Zwei Jahre später konnte die Fahnenweihe gefeiert werden. 1882 wurde als zweiter Chor am Ort der "Gesangverein Männerchor" gegründet. Im Ortsarchiv findet sich sogar eine Satzung eines "Musikvereins Harmonie" vom 1.12.1905, der aber offensichtlich keinen langen Bestand hatte, wie eine Neugründung unter gleichem Namen am 1. Juli 1925 ausweist. Im Jahre 1910 wurde mit dem "Arbeitergesangverein Sängerlust" ein weiterer Männerchor gegründet. Verschiedene Bestrebungen der Männerchöre zur Vereinigung der drei Chöre scheiterten im August 1922.

Das wohl älteste Bild der Vereinsgeschichte stammt aus dem Jahre 1898. Vermutlich feiert der Singverein Germania sein 35jähriges Bestehen seit der Fahnenweihe im Jahre 1863.

 

Im Zuge der Zwangsvereinigung von Vereinen im Dritten Reich wurden 1933 der "Gesangverein Männerchor" und der "Arbeitergesangverein Sängerlust" zum "Männergesangverein 1882-1910" zusammengeführt, während unser Vorgänger, der "Singverein Germania", seine Selbständigkeit behalten konnte. Die Wiederaufnahme des Männergesangs in Köppern erfolgte kurz nach dem 2. Weltkrieg, als sich die Sänger im Februar 1946 unter dem neuen Namen "Volkschor" unter Chormeister Ruppert neu formierten. Die folgende Verpflichtung des Dirigenten Fritz Herbert aus Frankfurt am Main war für den Chor "ein Glücksfall", wie die Vereinschronik berichtet, da durch sein Engagement der "Volkschor" eine äußerst erfolgreiche Entwicklung nahm. Mit vielen Konzerten in Köppern und in der Umgebung leistete man vielbeachtete Beiträge für das Kulturleben.

Fritz Herbert war es auch, der sich für die Einrichtung eines reinen Frauenchores einsetzte, der schließlich am 23. Januar 1950 gegründet wurde. Damit führte er eine Initiative der beiden sangesbegeisterten Vereinsmitglieder Käthe Maurer und Marie Weidinger zum Erfolg, die sich bereits in den Jahren des 2. Weltkriegs für die Etablierung eines eigenen Frauenchors engagiert hatten.
Mit einem großen Fest feierte der Volkschor - dazu gehörten jetzt Männerchor, gemischter Chor und Frauenchor - im Jahre 1961 das Jubiläum "100 Jahre Chorgesang in Köppern". Dem Verein wurde aus diesem Anlass die Zelter-Medaille verliehen. Zu dieser Zeit zählte der Chor 6 Ehrenmitglieder, 41 aktive Sängerinnen, 51 aktive Sänger und 45 weibliche sowie 42 männliche fördernde Mitglieder, insgesamt also 185 Mitglieder.

 

1971 zwang eine schwere Erkrankung Fritz Herbert, sein Amt in Köppern nach 25-jähriger Leitung des Volkschors, davon 21 Jahre Leitung des Frauenchors, niederzulegen. Viele Köpperner erinnern sich noch heute mit großer Anerkennung an die Erfolge des Volkschores, die mit seinem Namen verknüpft sind.

 

Nach der Ära Herbert trat Heinz Brehm seine Nachfolge an und übernahm die Chorleitung für die nächsten drei Jahre. Am 15. August 1974 übernahm Josef Flörsch den Dirigentenstab und leitete den Chor sehr erfolgreich über 26 Jahre. So wurde 1976 ein Kinderchor gegründet, der in seiner Blütezeit die stolze Mitgliederzahl von 60 jugendlichen Sängerinnen und Sängern vorzuweisen hatte. 1981 teilte man den Kinderchor in einen Kinder- und einen Jugendchor auf. Durch viele öffentliche Auftritte konnten die beiden Chöre hohe Anerkennung und viele Erfolge erringen. 1982 zählte der Chor 213 Mitglieder.
Nachdem Josef Flörsch im Jahre 2000 den Dirigentenstab abgegeben hatte, übernahm die junge Musikstudentin Nadine Maurer das Dirigat, das sie bis 2007 innehatte. Seitdem leitet Martin Höllenriegel unseren Chor.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl das klassische Liedgut zu pflegen als auch den Chor für den modernen zeitgenössischen Gesang zu öffnen. Der Verein ist außerdem bestrebt, den Chor wieder um Männerstimmen sowie um Kinder- und Jugendstimmen zu erweitern.

 

Seit 2019 wird FrauenArt von Renata Grunwald geleitet. 2020 wurde QuerBeat durch Rainer Hild übernommen.

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